Regenschutz für Kamera und Co.

29. August 2016

Die erste Idee

Immer mal wieder wird die Frage an mich herangetragen, wie ich es denn bei meiner Foto-Ausrüstung mit dem Regenschutz halte. Einige haben schon irgendwelche Hauben und Tüten im Handel gesehen, die alle mehr oder weniger ihren Zweck erfüllen: gegen Regen schützen.
Aber: die Handhabung der Kamera wird durch diese Konstrukte nicht eben einfacher. Vor allem wenn Du Deine Kamera nicht im Schlaf bedienen kannst (weil Du sie nicht jeden Tag nutzt, sondern nur im Urlaub), sind solche Hauben nicht der Weisheit letzter Schluss.

Die Alternative

Das macht aber nix, denn aus meiner Sicht sind solche Schutzmaßnahmen in den meisten Fällen völlig überflüssig. Denn auch wenn Deine Kamera kein abgedichtetes Gehäuse hat, heisst das nicht, dass sie beim ersten Regentropfen den Dienst einstellt. Meine Olympus ist jedenfalls völlig problemlos durch meine 2-monatige Asien-Reise gekommen. Und auch die drei Wochen auf dem Motorrad in Norwegen haben ihr nicht geschadet. Ganz ohne Verhüterli.

 
Stattdessen habe ich sie in einer Fototasche von Ortlieb transportiert. Die ist wasserdicht (was auch bei Bootsfahrten oder auf der Ladefläche eines Pickups durchaus von Vorteil ist) und schützt sie während des Transports zuverlässig vor Feuchtigkeit. Ausserdem sieht man ihr nicht direkt an, dass sie eine Kamera beherbergt und man kann sie auch mal auf der nassen Strasse oder am Strand abstellen, ohne sich direkt Sorgen um Dreck und Feuchtigkeit zu machen.

 
Bei der Benutzung im Regen wird die Kamera dann zwar nass, aber bevor ich sie wieder in die Tasche packe, wird einfach das Gröbste mit einem flauschigen Mikrofaser-Tuch abgewischt. Dabei achte ich darauf, dass um die Knöpfe und Schalter herum kein Wasser mehr steht, das dann ins Gehäuse ziehen könnte.

 
Die Tücher haben den Vorteil, dass sie saugstark, schnell trocknend und günstig in der Anschaffung sind.
Wenn ich hier von Regen spreche, meine ich natürlich keinen Monsun-artigen Wolkenbruch. Da hilft diese Methode natürlich nicht. Aber im Ernst: wenn es so schüttet helfen Dir die oben erwähnten Tüten auch nur bedingt. Da nimmt man dann besser direkt die GoPro in ihrem wasserdichten Gehäuse zur Hand.

Noch ein Tipp

Noch ein Tipp zur Fotografie im Regen: Auch wenn das Ding Gegenlicht- oder Sonnenblende heisst, es hilft auch prima gegen Regentropfen auf der Frontlinse! Wenn Du keine für Deine Objektive hast, solltest Dur Dir unbedingt eine kaufen. Im gut sortierten Zubehör-Handel wirst Du sicher fündig. Und wenn doch mal ein paar Tropfen den Weg auf die Linse schaffen, hast Du ja das flauschige Tuch.

Jetzt kannst Du natürlich einwenden, dass Du keine Lust hast, die Kamera dauernd in die Tasche zu packen und wieder raus zu holen, sondern sie lieber am Nackenstrappen tragen willst. Sicher, das ist bequemer, aber nur mit abgedichteten Kameras (und Objektiven!) zu empfehlen. Denn auch die gängigen Schutzhauben bieten dafür nicht genügend Schutz.

Ein bisschen umständlicher ist das Fotografieren im Regen also schon. Aber auch lohnenswert, denn die meisten Menschen lassen die Kamera bei Regen in der Tasche und Du hast die Chance, die Bilder zu machen, die die anderen nicht kriegen.

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