Garküchen, Foodcourts und Restaurants.

1. Januar 2015

Mini-Crêpes

Essgewohnheiten in Thailand

Das mich das kulinarische Angebot Singapurs sehr anspricht, habe ich ja schon von dort berichtet. Inzwischen bin ich aber nach Thailand weitergezogen und Du fragst Dich vielleicht, wie es denn dort um die Kalorienversorgung bestellt ist.
Einfach gesagt: same, same but different.
Natürlich herrscht hier thailändische Küche vor. Gut, in den Touristenhochburgen auf den Inseln und in Bangkok gibt es auch das, wass die Thais für europäisches Essen halten. Aber auch dass kann ja mal eine nette Erfahrung sein, einen Burger oder eine Pizza zu essen. Du wirst wahrscheinlich überrascht sein. Aber das geht den Thais in deutschen Thai-Restaurants wahrscheinlich ähnlich.
Bewegt man sich aber etwas ausserhalb der ausgetretenen Touristenpfade, wird das Angebot schon sehr thailändisch. Und das Angebot ist reichhaltig. So reichhaltig, dass man sich schon fragt, ob es überhaupt Thais gibt, die zuhause kochen. Praktisch in jeder Straße, auf jedem Markt und überhaupt überall gibt es kleine Garküchen, die Gekochtes und Gebratenes anbieten. Selbst wenn man durch kleine Dörfer fährt, begegnen einem am Straßenrand immer wieder Essensangebote. Ich habe mich schon gefragt, ob sich das denn in so einem kleinen Dorf überhaupt lohnt. Muss es aber wohl…
Das Angebot ist durchaus vielfälltig: Hühnchen, Schwein, Rind und natürlich alles was man so aus dem Meer fischen kann. Für reine Vegetarier wird’s schon manchmal eng, denn für den Thai gehört Fleisch/Fisch einfach zu jeder ordentlichen Mahlzeit dazu.
Neben Ständen mit breitem Angebot und meist bebilderten Speisekarten, gibt es aber auch die, die nur über ein sehr kleines Angebot verfügen. Dem Thai mag sich aus den Zutaten sofort erschließen, was er dort isst. Das fällt dem sprachunkundigen Tourist dann schon etwas schwerer und er erlebt schon mal die eine oder andere Überraschung. Vor allem in Teig Fritiertes sieht oft sehr lecker aus und offenbart dann in seinem Inneren für uns Europäer eher Absonderliches. Nicht jeder mag den Geschmack und die Konsistenz von Pansen.
Neben der Frage nach dem Angebot, stellt sich Dir vielleicht auch die Frage nach der Herkunft der Zutaten. Gerade bei Fleisch und Fisch ist uns Westlern ja eine ununterbrochene Kühlkette etwas unabdingbares. Das sehen die Thais wohl etwas anders. Und das bei tropischen Temperaturen!
Streift man einmal ein wenig über Märkte, findet man immer wieder Stände mit tierischen Produkten, die einfach so auf dem Tisch oder auf einem Palmblatt gelagert und feilgeboten werden. „Kühlung? Klar haben wir!“, sagt der Händler ganz überzeugt und zeigt auf den Ventilator hinter sich.
Vielleicht sehen wir das mit den Kühlung auch zu eng, denn obwohl ich mich auch in weiten Teilen von diesen Essenständen ernähre, hab ich mir den Magen noch nicht verdorben.
Mein Fazit ist auf jeden Fall, dass Thailand kulinarisch mit Singapur absolut mithalten kann. Nur eben ganz anders.

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